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Outdoor Odyssee: Unsere besondere Erasmus+-Fortbildung auf Zypern

Unsere Erasmus+-Fortbildung auf Zypern trug den Titel „Outdoor Odyssee“ – und schnell wurde klar, wie passend dieser Name war. Erdbeben, Starkregen und Überschwemmungen gehören wohl nicht zu den Dingen, die man mit Zypern verbindet, doch sie begleiteten uns auf unserer Fortbildungsreise. Und so wurde unser WhatsApp-Gruppenname „KA1 Survivors“ passender, als wir es zunächst angenommen haben. Eigentlich hatten wir mit einer sonnigen Bildungsreise gerechnet – stattdessen begann ein kleines Abenteuer, das uns beruflich wie persönlich enger zusammengeschweißt hat.

Schon die Anreise hatte es in sich: Linksverkehr, ein kurzfristig umgebuchtes Hotel und mysteriöse Zahlencodes für die Zimmertüren. Schnell war klar, dass Flexibilität und Humor in dieser Woche unverzichtbar sein würden.

Der erste Fortbildungstag führte uns in den Athalassa-Nationalpark. Was mit entspannten Kennenlernspielen begann, entwickelte sich schnell zu einer Reihe von Aufgaben, die uns aus der Komfortzone lockten. Wir umarmten Bäume, stellten unsere Persönlichkeit kreativ dar und lösten im Team herausfordernde Aufgaben. Outdoor Education, Umweltbildung und nachhaltige Pädagogik standen im Mittelpunkt – aber vor allem das, was dahintersteckt: sich einlassen, Perspektiven wechseln, ausprobieren und reflektieren. Bereits nach diesem Tag hatte die Gruppe einen gemeinsamen Rhythmus gefunden.

Am zweiten Tag erkundeten wir das Troodos-Gebirge und genossen die ursprüngliche Natur der Insel. Ein Orientierungsspiel mit kleinen Quests machte uns mit der Umgebung vertraut, und ein besonderes Highlight war die Beobachtung der seltenen Mufflons, die einst beinahe ausgerottet waren. Ein Moment, der uns zeigte, wie wertvoll und schützenswert die zypriotische Tierwelt ist.

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Praxis. Auf der Riverland Biofarm erhielten wir spannende Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft. Wir besuchten das Schmetterlingshaus, lernten die Tiere der Farm kennen und tauchten in den Olivenhain ein. Besonders beeindruckend war der Prozess der Halloumi-Herstellung: Vom Melken der Ziegen bis zum Formen des eigenen Käses begleiteten wir jeden Schritt. Dazu stellten wir natürliche Pflegeprodukte her und erfuhren, wie der Lernort Kindern spielerisch den Zugang zur Natur ermöglicht.

Am vierten Tag ging es an die Küste von Aya Napa – zu einem „plastic free beach“, an dem ironischerweise Kaffee in Plastikbechern verkauft wurde. Trotz kleiner Widersprüche bot uns der Ort perfekte Bedingungen, um die Landschaft zu erkunden, Achtsamkeitsübungen durchzuführen. Außerdem lernten wir Posidonia oceanica, das wertvolle Neptungras, kennen, das eine zentrale Rolle im mediterranen Ökosystem spielt. Die freie Zeit im Anschluss nutzen wir direkt, um selbst im Meer nach Posidonia zu suchen.

Der letzte Tag war der Reflexion gewidmet. Wir diskutierten inklusive Lehr- und Lernmethoden, gaben Feedback zur Woche und tauschten Ideen für zukünftige Projekte aus. Mit vielen neuen Impulsen verabschiedeten wir uns voneinander – und von einer Woche, die uns in vielerlei Hinsicht bereichert hat.

Unsere Erasmus+-Fortbildung war weit mehr als eine Weiterbildung. Sie war Naturerlebnis, Kulturerfahrung, Abenteuer und eine Reise voller neuer Perspektiven. Trotz aller Wetterkapriolen und kleinen Hindernisse bleibt vor allem eines in Erinnerung: Wir haben gelernt, gelacht, erlebt – und überlebt. Ganz im Sinne unserer Gruppe: KA1 Survivors.

Und während wir wieder im Alltag angekommen sind, laufen die ersten Ideen für ein gemeinsames Projekt bereits an.