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Geschichte

Was ist Geschichte?

Geschichte ist die Erzählung der Vergangenheit, die uns hilft, die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu gestalten. Sie umfasst alle Ereignisse, Entwicklungen und Erfahrungen, die unsere Gesellschaft geprägt haben und uns lehren, wer wir sind und wohin wir gehen können.

Was sind die Ziele des Faches Geschichte Sek II?

Die Ziele des Geschichtsunterrichts in der Schule sind vielfältig und sollen dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler ein fundiertes Verständnis für die Vergangenheit entwickeln und aus der Geschichte lernen können:

  1. Förderung historischen Denkens: Der Geschichtsunterricht soll die Fähigkeit fördern, historische Zusammenhänge zu erkennen, zu verstehen und zu interpretieren.
  2. Entwicklung von Wertebewusstsein: Durch die Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen und Entwicklungen sollen Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein für Werte wie Toleranz, Respekt und Verantwortung entwickeln.
  3. Förderung von Urteilsfähigkeit: Der Geschichtsunterricht soll Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, historische Ereignisse kritisch zu reflektieren und eigene Urteile zu bilden, basierend auf einer fundierten Analyse von Quellen und Fakten.
  4. Vermittlung von historischer Methodenkompetenz: Schülerinnen und Schüler sollen lernen, historische Quellen zu analysieren, zu interpretieren und zu bewerten, um fundierte Schlussfolgerungen ziehen zu können.
  5. Förderung von Identitätsbildung: Der Geschichtsunterricht trägt zur Entwicklung des Bewusstseins für die eigene Identität und Kultur bei, indem er die historischen Wurzeln und Entwicklungen einer Gesellschaft vermittelt.
  6. Förderung von Empathie: Durch die Beschäftigung mit der Geschichte anderer Menschen und Kulturen sollen Schülerinnen und Schüler Empathie und Verständnis für die Vielfalt menschlicher Erfahrungen entwickeln.

Indem diese Ziele verfolgt werden, soll der Geschichtsunterricht dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler zu reflektierten und verantwortungsbewussten Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen.

Was begegnet mir im Fach Geschichte Sek II?

In der Einführungsphase befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit zentralen historischen Fragestellungen und Themenkomplexen wie zum Beispiel dem Konflikt und Austausch zwischen Islam und Christentum im Mittelalter. Sie erweitern ihre Kompetenzen zur Interpretation von Quellen und Analyse von Darstellungen, um ein inhaltliches und methodisches Fundament für die weitere Arbeit in der Qualifikationsphase im Fach Geschichte zu legen. Die Einführungskurse werden dreistündig unterrichtet und können sowohl schriftlich als auch mündlich belegt werden. 

In der Qualifikationsphase richtet sich der Fokus der sieben zu bearbeitenden Inhaltsfelder auf die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in ihrer Wechselwirkung mit globalen Zusammenhängen. Grundkurse sollen hierbei in grundlegende Fragestellungen, Sachverhalte, Problemkomplexe und Strukturen einführen und wesentliche Arbeitsmethoden des Faches vermitteln. Sie werden dreistündig unterrichtet und können sowohl schriftlich als auch mündlich belegt werden. Bei einer schriftlichen Belegung kann Geschichte als drittes oder viertes Abiturfach gewählt werden. 

Seit dem Schuljahr 2014/15 ist es an unserer Schule darüber hinaus möglich, Geschichte als Leistungskurs zu belegen. Dieser zeichnet sich im Vergleich zu den Grundkursen durch ein höheres Maß an Differenziertheit der angestrebten Kompetenzen aus. Der Leistungskurs wird fünfstündig unterrichtet und ermöglicht eine tiefe Auseinandersetzung mit historischen Fragestellungen in einer kleineren Lerngruppe. Zudem erwartet die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte die Chance, an einer KZ-Gedenkstättenfahrt teilzunehmen, welche als zusätzliche Fahrt der Oberstufe durchgeführt wird. 

Für die Schülerinnen und Schüler, die Geschichte nicht als Grundkurs oder Leistungskurs in der Qualifikationsphase belegt haben, besteht die Verpflichtung zur Teilnahme an einem Zusatzkurs, der nur in der Q2 stattfindet. In diesem zweistündig unterrichteten Kurs werden ausgehend von dem historischen Interesse der Schülerinnen und Schüler und aktuellen Ereignissen der Erinnerungskultur inhaltliche Schwerpunkte im Kernlehrplan gesetzt.   Zusätzlich zu dem Lernort Schule werden den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten geboten, außerschulische Lernorte zu besuchen und Ausflüge zu unternehmen, z.B. in das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum und in die Gedenkhalle Oberhausen.

Der Projektkurs Geschichte stellt sich vor

Im Schuljahr 2014/15 griff der Projektkurs Geschichte die Idee eines Osterfelder Senioren, Herrn Schepers, auf, die Geschichte eines NS-Zwangsarbeiterlagers der GHH auf dem Gelände der Zeche Osterfeld (eines sogenannten “Russenlagers”) zu erforschen. 

Die Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs leisteten echte Pionierarbeit und förderten viele neue Erkenntnisse zutage: durch Zeitzeugeninterviews, Archivrecherchen und Kontaktaufnahme zu Organisationen, die sich dem Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener gewidmet hatten. Auf einer eindrucksvollen Gedenkfeier zum 70. Jahrestags der Befreiung Oberhausens von Faschismus und Krieg trugen sie ihre Forschungsergebnisse vor vielen interessierten Osterfelder Bürgern vor und weihten eine Gedenktafel ein. Unsere Schule übernahm die Patenschaft über diesen neuen Gedenkort.  Außerdem konnte eine Broschüre fertiggestellt werden, die die Forschungsergebnisse dokumentiert: “(K)Ein Ort Guter Hoffnung. Unser “Russenlager” – Versuch einer Annäherung”.

Der folgende Projektkurs 2015/16 unternahm – wie seine Vorgänger und Nachfolger – eine KZ-Gedenkstättenfahrt. Die Schüler kümmerten sich um die Pflege des Gedenkortes, entwickelten selbständig eine Führung für jüngere Schulklassen über das Gelände der GHH und bauten ein Modell des Lagers nach.